#010 Künstliche Intelligenz nüchtern betrachtet

Künstliche Intelligenz in der Pharmaindustrie

Wir leben im Zeitalter der Information bzw. Informationstechnologie. Manche meinen sogar im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz.

Beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) werden viele Dinge in einen Topf geworfen. Da ist von Deep Learning, von Re-enforced Learning von selbstregulierenden Systemen, Cloud-Computing, intelligenten oder smarten Fabriken usw. die Rede.

Dabei wird übersehen, dass vieles, was dort beschrieben wird (aktueller Status und mögliche Anwendung), nichts oder nur sehr wenig mit Intelligenz zu tun hat.

Was ist eigentlich Intelligenz?

Hier habe ich zwei sehr gute Ansätze gelesen.

In einem Interview mit Chris Boos in der FAZ Anfang Juni 2018

  • Daten (Zahlen) für sich haben erst einmal keinen Wert.
  • Erst dadurch, dass sie in einen Zusammenhang gebracht werden bekommen sie einen Wert und es entstehen Informationen.
  • Wenn ich diese Informationen dann auf eine Fragestellung anwende und damit in einen Kontext stelle, entsteht Wissen.
  • Um über die Anwendung von Wissen zu reflektieren brauche ich Intelligenz.

Eine Definition von Intelligenz aus einer anderen Sicht von Stephan A. Jansen in brandeins 09/2017:

  • Nicht der Grad der Allwissenheit – von kenntnisreichen Gelehrten (oder von Leistungsfähigen IT-Systemen, meine eigene Ergänzung) – sondern die Fähigkeit, sich im Nichtwissen klug zu navigieren und trotzdem etwas zu entscheiden.

Ein sehr interessanter Artikel zu diesem Thema ist in einem Beitrag von Florian Gallwitz zu finden . Herr Gallwitz ist Professor für Medieninformatik an der Technischen Hochschule Nürnberg

Ist Mustererkennung Intelligenz?

Eigentlich geht es be